07 June 2026, 00:10

Berlin plant 56.000 neue Wohnungen bis 2030 – auch am Tempelhofer Feld?

Stadtwerke streben nach Erweiterung des bestehenden Bestands

Berlin plant 56.000 neue Wohnungen bis 2030 – auch am Tempelhofer Feld?

Berlins kommunaler Wohnungssektor steht vor einem massiven Ausbau bis 2030. Die sieben landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften der Stadt planen, ihre Bestände um 56.000 Wohnungen zu erhöhen – damit könnten rund 120.000 Bewohnerinnen und Bewohner ein Zuhause finden. Ein neuer Vorschlag könnte zudem Wohnungsbau an den Rändern des Tempelhofer Felds ermöglichen, einer Fläche, die lange vor Bebauung geschützt war.

2014 hatten die Berlinerinnen und Berliner in einem Volksentscheid beschlossen, das Tempelhofer Feld – ein ehemaliger Flughafen, der heute als öffentlicher Park genutzt wird – von jeder Bebauung freizuhalten. Nun legt ein zivilgesellschaftlicher Vorschlag nahe, entlang der äußeren Ränder 21.400 neue Wohnungen zu errichten. Dabei blieben 200 Hektar offene Wiesenfläche erhalten, während bis zu 50.000 Menschen dort Wohnraum finden könnten.

Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat bereits Signal für Unterstützung gegeben. Zugleich bestätigte er, dass sich die städtischen Wohnungsbaugesellschaften auf Neubauten konzentrieren werden, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Bis 2030 soll die Zahl der von ihnen verwalteten Wohnungen von 408.000 auf 440.000 steigen. Der Ankauf bestehender Immobilien bleibt jedoch ebenfalls eine Option.

Langfristig könnten die Wohnungsbestände bis 2035 sogar auf fast 465.000 anwachsen. Mit dem Ausbau des öffentlichen Wohnungssektors soll der Druck auf Berlins angespannten Mietmarkt verringert werden.

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Die Expansionspläne würden in den kommenden zehn Jahren Tausende bezahlbare Wohnungen schaffen. Sollte der Vorschlag für das Tempelhofer Feld genehmigt werden, könnte er einen Kompromiss zwischen Wohnraumbedarf und Erhalt von Grünflächen bieten. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften arbeiten nun daran, diese Ziele in die Tat umzusetzen.

Quelle