Bitburger setzt auf alkoholfreies Bier – während der klassische Markt schwächelt
Reingard FaustBitburger setzt auf alkoholfreies Bier – während der klassische Markt schwächelt
Deutscher Biermarkt in der Krise – doch alkoholfreie Biere boomen
Die deutsche Bierbranche durchlebt schwierige Zeiten, da Verbraucher weniger trinken – doch alkoholfreie Alternativen erleben einen Aufschwung. Die Bitburger Braugruppe, einer der führenden Bierhersteller des Landes, verzeichnete 2025 einen deutlichen Rückgang bei den Verkäufen klassischer Biere. Nun setzt das Unternehmen verstärkt auf seine 0,0%-Produktpalette und bewirbt diese als erfrischende, gesündere Wahl für Konsumenten.
Der Bierkonsum in Deutschland geht seit Jahren zurück, wobei die Produktion 2025 um fast sechs Prozent einbrach. Bitburger verzeichnete dabei sogar noch stärkere Verluste als der Branchendurchschnitt. Als Gründe nennt die Brauerei veränderte Gewohnheiten: Die Menschen gehen seltener aus und verzichten öfter auf das dritte Bier.
Doch der alkoholfreie Sektor erzählt eine andere Geschichte. Hier ist Bitburger Marktführer und meldet zweistellige Wachstumsraten bei Absatz und Umsatz. Um diesen Erfolg auszubauen, plant das Unternehmen, sein alkoholfreies Bier als mainstreamtaugliches Erfrischungsgetränk neu zu positionieren. Statt nur mit anderen Bieren zu konkurrieren, soll es künftig auch gegen Getränke wie Apfelschorle oder Light-Limonaden antreten.
Auch Bitburgers Beziehung zum deutschen Fußball hat sich gewandelt. Nach dem Ende einer 25-jährigen Partnerschaft mit dem DFB 2018 aufgrund von Meinungsverschiedenheiten kehrt die Brauerei als offizieller Sponsor zur WM 2026 zurück. Stefan Schmitz, Bitburger-Geschäftsführer, betont, dass die Nationalmannschaft und der DFB diesmal einen „bodenständigeren“ Ansatz verfolgten.
Bitburgers Strategie zielt nun auf gesundheitsbewusste Trinker und den wachsenden Markt für alkoholfreie Getränke ab. Mit seiner starken Position bei 0,0%-Bieren und der erneuerten Fußballpartnerschaft passt sich das Unternehmen modernen Konsumtrends an. Angesichts sinkender Verkäufe klassischer Biere setzt Bitburger auf eine neue Richtung – für zukünftiges Wachstum.






