Bremen setzt auf Verkehrssicherheit: 315 Verstöße bei Motorrad- und Fahrradkontrollen
Reingard FaustBremen setzt auf Verkehrssicherheit: 315 Verstöße bei Motorrad- und Fahrradkontrollen
Bremer Polizei führt umfangreiche Verkehrskontrollen im Rahmen der Aktion "Sicher.Mobil.Leben" durch
Bei einer groß angelegten Kontrollaktion hat die Bremer Polizei rund 435 zweirädrige Fahrzeuge überprüft und dabei fast 315 Verstöße festgestellt. Wie Beamte betonten, stand nicht die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten, sondern die Verbesserung der Verkehrssicherheit im Vordergrund.
Im Fokus der Kontrollen standen gefährliche Verhaltensweisen von Radfahrern und Motorradfahrern. Häufige Verstöße waren das Missachten roter Ampeln, das Fahren auf Gehwegen oder das Befahren von Einbahnstraßen in falscher Richtung. Besonders auf der Ausfahrt Hemelingen, wo Tempo 70 gilt, wurden bei Geschwindigkeitsmessungen 35 Fahrer als zu schnell erwischt.
Bei zwei Motorrädern stellten die Beamten abgelaufene Betriebserlaubnisse fest – beide Maschinen waren zuvor an den Abgasanlagen manipuliert worden. Spätere Lärmmessungen bestätigten, dass die Motorräder die gesetzlichen Grenzwerte überschritten. Zudem ahndete die Polizei die Nutzung von Handys während der Fahrt.
Besonders häufig wurden Rotlichtverstöße an neuralgischen Kreuzungen registriert. Besonders betroffen waren die Kreuzungen Tiefer/Altenwall, Osterdeich/Mozartstraße, Herdentorsteinweg in Richtung Breitenweg sowie Osterdeich/Verdener Straße.
Innensenator Dr. Högl unterstrich, dass es Ziel der Kampagne sei, den Alltagsverkehr in Bremen sicherer zu gestalten. Die hohe Zahl der Verstöße zeige, dass auf den Straßen weiterhin erhebliche Risiken bestünden. Weitere Kontrollen könnten folgen, um die anhaltenden Probleme zu bekämpfen.






