Feuerzeug-Attacke auf Torhüter: Sechs Monate Bewährung für Stadion-Randalierer
Reingard FaustFeuerzeug-Attacke auf Torhüter: Sechs Monate Bewährung für Stadion-Randalierer
Ein 28-jähriger Mann ist zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er während eines Bundesliga-Spiels ein Feuerzeug auf einen Torhüter geworfen hatte. Der Vorfall ereignete sich im Dezember 2024 im Stadion An der Alten Försterei im Berliner Ortsteil Köpenick und führte zu einer längeren Spielunterbrechung sowie schließlich zu einem 2:0-Sieg für die gegnerische Mannschaft, den VfL Bochum.
Die Tat geschah am 14. Dezember 2024, als der Angeklagte unter Alkoholeinfluss ein Feuerzeug auf Bochums Torwart Patrick Drewes schleuderte. Aufnahmen der Stadionüberwachung halfen dabei, den Täter zu identifizieren, der später wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt wurde.
Das Feuerzeug traf Drewes und verursachte eine leichte Schädelprellung. Der Torhüter litt in der Folge unter Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit und musste eine Woche pausieren. Das Spiel wurde für mehr als 25 Minuten unterbrochen, bevor die Schiedsrichter es schließlich abbrachen und Bochum einen 2:0-Sieg zusprachen.
Während des Prozesses forderte die Staatsanwaltschaft eine zehnmonatige Bewährungsstrafe und bezeichnete den Angriff als „ein absolutes No-Go – eine klar überschrittene rote Linie“. Das Gericht verurteilte den Mann letztlich zu sechs Monaten auf Bewährung sowie einem zweijährigen Stadionverbot. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da eine Berufung möglich bleibt.
Die Bewährungsstrafe und das Stadionverbot bilden den juristischen Abschluss des Vorfalls. Drewes’ Verletzungen und die Spielunterbrechung unterstreichen die Schwere der Tat. Die Entscheidung macht deutlich, welche Konsequenzen gewalttätiges Verhalten in Fußballstadien nach sich zieht.






