08 June 2026, 14:09

Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016

Heute kicken, morgen wütend

Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016

Ein Fußballturnier in München ehrte am 6. Juni die Opfer des Anschlags von 2016, bei dem zehn Menschen getötet wurden. Organisiert von Hasan Leyla, dessen Sohn Can zu den Ermordeten zählte, brachte die Veranstaltung Angehörige, Überlebende und Unterstützer zusammen. Das Spiel sollte an die verlorenen Leben erinnern und zugleich durch Sport Zusammenhalt stiften.

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Der Anschlag, zunächst als Amoktat abgetan, wurde später als rechtsterroristische Tat anerkannt – auch wenn einige bis heute die politischen Motive bestreiten. Fußball verband viele der Opfer, darunter Can Leyla und Guiliano Kollmann. Hasan Leyla initiierte über die Kampagne München erinnert das Turnier, um ihr Andenken wachzuhalten. Die Mannschaften spielten nicht um den Sieg, sondern um Anerkennung und Gemeinschaft.

Das Team OEZ erinnert, das alle neun Opfer und einen Überlebenden vertrat, gewann die Veranstaltung. Hasan Leyla wirbt zudem für Unterstützung zur Gedenkfeier zum zehnten Jahrestag am 22. Juli 2026. Er setzt sich weiterhin gegen die falsche Darstellung zur Wehr, der Anschlag sei aus persönlicher Rachsucht und nicht aus extremistischer Ideologie entstanden.

In Reden und einer Schweigeminute wurde der Opfer gedacht: Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kılıç und Sevda Dağ. Ihre Angehörigen betonten, wie wichtig Solidarität angesichts anhaltender Falschinformationen über die wahren Hintergründe der Tat sei.

Das Turnier war zugleich eine Hommage und ein Aufruf zur Gerechtigkeit. Hasan Leylas Engagement stellt sicher, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten, während die Pläne für 2026 das öffentliche Bewusstsein stärken sollen. Die offizielle Anerkennung des Anschlags als rechtsterroristische Tat bleibt eine zentrale Forderung der betroffenen Familien.

Quelle