Grüne fragen nach Verbindungen zwischen Christentum und Rechtsextremismus – und lösen Empörung aus
Hilda Dussen vanGrüne fragen nach Verbindungen zwischen Christentum und Rechtsextremismus – und lösen Empörung aus
Die Grünen haben eine schriftliche Anfrage an die Bundesregierung eingereicht. Darin werden Details zu christlich-fundamentalistischen Gruppen und deren mutmaßlichen Verbindungen zur rechtsextremen Szene erfragt. Der Schritt hat scharfe Reaktionen von konservativen und lebensschützerischen Kreisen ausgelöst.
Die Anfrage zielt konkret auf Umfang, Struktur und mögliche Gefahren ab, die von diesen Milieus in Deutschland ausgehen. Namentlich genannt werden dabei Personen wie Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider sowie Organisationen wie die Alliance Defending Freedom International und der Bundesverband Lebensrecht (BVL).
Leonard Jäger kritisierte die Anfrage als Versuch, christlich-konservative Positionen moralisch zu delegitimieren. Er wirft den Initiatoren vor, damit die öffentliche Debatte über diese Themen unterdrücken zu wollen. Tobias Riemenschneider pflichtete dieser Einschätzung bei und bezeichnete das Vorgehen als Bemühung, lang etablierte christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren.
Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, sieht in der Anfrage einen größeren Versuch, den politischen und gesellschaftlichen Einfluss von Lebensschützern und christlichen Gruppen zu schwächen. Die Frage erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender medialer Berichte über mutmaßliche Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und rechtsextremen Strömungen.
Die parlamentarische Initiative hat eine hitzige Debatte zwischen politischen Akteuren und Interessensverbänden ausgelöst. Sie spiegelt die anhaltenden Spannungen über die Rolle der Religion im öffentlichen Diskurs wider. Die Bundesregierung hat auf die schriftliche Anfrage bisher noch nicht reagiert.






