23 May 2026, 04:14

ifo-Chef Fuest warnt vor historischer Wirtschaftskrise in Deutschland

Ifo-Präsident Fuest sieht Bundesregierung auf 'Kollisionskurs'

ifo-Chef Fuest warnt vor historischer Wirtschaftskrise in Deutschland

Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, hat vor einer tiefen Krise der deutschen Wirtschaft gewarnt. Die aktuelle Stagnation bezeichnete er als beispiellos – seit 2019 gebe es kein Wachstum mehr. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der er die Regierung zum Handeln drängt, bevor es zu spät ist.

Fuest kritisierte die Wachstumsstrategie von Bundeskanzler Friedrich Merz scharf: Nach einem Jahr im Amt habe sie keine Ergebnisse gebracht. Einen leichten Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindex wertete er als trügerisch – die Indexverbesserung spiegle nicht die realen wirtschaftlichen Probleme wider.

Der Ökonom verglich die Lage Deutschlands mit der Italiens, wo sich die Wirtschaft nach einem ähnlichen Schock nie vollständig erholt habe. Deutschland nannte er das „Epizentrum des zweiten China-Schocks“ – eine Einschätzung, die sich mit Erkenntnissen des britischen Thinktanks Centre for European Reform deckt.

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Fuest warnte zudem vor einem „Kollisionskurs“ mit den öffentlichen Finanzen. Selbst wenn noch Produktion im Land bleibe, solle sich Deutschland glücklich schätzen, so der Ökonom mit Blick auf mögliche Pläne von Volkswagen, in deutschen Werken chinesisch entwickelte Elektroautos zu fertigen.

Er betonte, dass dieser Sommer die letzte Chance für die Regierung sein könnte, wirksame Reformen einzuleiten, bevor die Schäden irreparabel werden.

Die deutsche Wirtschaftsleistung stagniert weiterhin auf dem Niveau von 2019 – eine historische Phase der Stagnation. Ohne schnelles Handeln, so Fuests Warnung, droht dem Land ein langfristiger Niedergang, ähnlich wie in Italien. Die Verantwortung für Reformen liegt nun bei den politischen Entscheidungsträgern.

Quelle