Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" bricht alle Besucherrekorde zum 20. Jubiläum
Adriana HaufferJekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" bricht alle Besucherrekorde zum 20. Jubiläum
Jekaterinburg feiert 20. „Lange Nacht der Museen“ mit Rekordbeteiligung
Mit 101 teilnehmenden Häusern verzeichnete Jekaterinburgs 20. „Lange Nacht der Museen“ einen neuen Besucherrekord. Das Programm umfasste Sonderausstellungen, Führungen und interaktive Erlebnisse in der gesamten Stadt. Zu den Höhepunkten zählten seltene Einblicke in sowjetische Technik, Reisegeschichte und finnisch-ugrische Folklore.
Das Historische Museum Jekaterinburg zeigte unter dem Titel „Reiselust im Koffer“ eine Ausstellung zum 60-jährigen Jubiläum des örtlichen Sputnik-Reisebüros, das in Sowjetzeiten als drittgrößte Tourismusagentur der UdSSR galt. Damals exportierte die Filiale nicht nur Souvenirs, sondern sogar Elektrowerkzeuge. Reisen in kapitalistische Länder waren jedoch streng reglementiert: Pro Auslandsaufenthalt durften Bürger nur 15 bis 20 US-Dollar mitnehmen, hinzu kamen Altersbeschränkungen, Charakterzeugnisse und eingeschränkte Pässe.
Im Kreativcluster L52 tauchten Besucher bei „Elektronische Zauberer“ in die Welt früher sowjetischer Computer und ihrer Techniker ein. Die Veranstaltung lief an zwei Standorten durchgehend und bot immersive Einblicke in die Technik des Kalten Krieges.
Das Museum für Steinschneidekunst und Juwelierhandwerk präsentierte unterdessen ein großes Mitmach-Event zu finnisch-ugrischen Mythen und Mineralien. Bei geführten Touren wurden zudem gängige Legenden entlarvt – für ein tieferes Verständnis alter Traditionen und der Handwerkskunst von Edelsteinen.
Die „Lange Nacht der Museen“ lockte Scharen von Besuchern in Häuser wie das L52 oder das Historische Museum. Die Ausstellungen reichten von sowjetischer Computertechnik bis zu den Hürden des Reisens im Kalten Krieg. Zum 20. Jubiläum der Veranstaltung stand vor allem eines im Mittelpunkt: das reiche kulturelle und technologische Erbe der Stadt.






