Kaidi Kivioja pulverisiert estnischen Ironman-Rekord bei ihrem Debüt
Reingard FaustKaidi Kivioja pulverisiert estnischen Ironman-Rekord bei ihrem Debüt
Die estnische Triathletin Kaidi Kivioja hat Geschichte geschrieben, indem sie bei ihrem ersten Ironman-Wettkampf über die volle Distanz einen neuen Landesrekord aufstellte. Bei den Europameisterschaften in Hamburg durchquerte sie nach 8:44:44 Stunden die Ziellinie – die schnellste Zeit, die je eine estnische Athletin bei diesem extrem anspruchsvollen Rennen erreicht hat. Mit ihrer Leistung sicherte sie sich zudem den 12. Platz im Gesamtklassement, nur 34 Minuten hinter der Siegerin.
Kiviojas Debüt über die volle Ironman-Distanz begann mit 3,8 Kilometern Schwimmen, die sie in 1:00:03 Stunden absolvierte. Obwohl sie im offenen Gewässer den Anschluss an die zweite Gruppe verlor, fand sie während der Radstrecke wieder zu ihrem Rhythmus. Die 180 Kilometer auf dem Rad bewältigte sie in 4:30:16 Stunden und bereitete sich damit auf die letzte Herausforderung vor: den Marathon.
Der Lauf war für Kivioja Neuland, denn bisher hatte sie noch nie ein Rennen über mehr als 32 Kilometer bestritten. Trotz der ungewohnten Distanz beendete sie den Marathon in 3:07:01 Stunden und stellte damit ihre rekordverdächtige Gesamtzeit sicher. Die Norwegerin Solveig Løvseth holte sich den Europameistertitel mit einer Siegerzeit von 8:11:11 Stunden.
Nun richtet Kivioja ihren Blick auf die Weltmeisterschaften in Kailua-Kona auf Hawaii, die für Oktober geplant sind. Ihr rekordträchtiger Auftritt markiert einen beeindruckenden Einstand in ihre Ironman-Karriere über die Langdistanz. Mit dem 12. Platz in Hamburg und der Qualifikation für die WM hat sie sich bereits als ernstzunehmende Konkurrentin im Langstrecken-Triathlon etabliert. Ihre nächste Bewährungsprobe wird im Herbst gegen die weltbesten Athleten in Hawaii stattfinden.






