Lehrergehälter: Bis zu 8.700 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern
Berndt MitschkeLehrergehälter: Bis zu 8.700 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern
Lehrergehälter in Deutschland variieren stark je nach Bundesland
Neue Zahlen zeigen, dass die Unterschiede bei den Lehrergehältern in Deutschland fast 8.700 Euro pro Jahr betragen – zwischen den am besten und am schlechtesten bezahlten Lehrkräften. Die Differenzen gehen auf historische Faktoren sowie regionale Bildungsfinanzierungspolitiken zurück.
Im Jahr 2026 wird Schleswig-Holstein mit einem durchschnittlichen Lehrergehalt von 56.000 Euro jährlich an der Spitze liegen. Hamburg folgt dicht dahinter mit 54.200 Euro, was unter anderem auf eine Stadtstaaten-Zulage zurückzuführen ist, die die Einkommen erhöht.
Rheinland-Pfalz belegt den dritten Platz, wo Lehrkräfte im Schnitt 54.000 Euro pro Jahr verdienen. Bayern, das oft als gut zahlende Region gilt, landet auf Platz fünf mit 52.800 Euro. Dagegen verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern das niedrigste Durchschnittsgehalt von 47.400 Euro. Auch Thüringen und Sachsen-Anhalt liegen am unteren Ende der Skala, mit durchschnittlich 48.400 Euro bzw. 49.200 Euro.
Die Gehaltsunterschiede spiegeln das dezentrale Bildungssystem Deutschlands wider, in dem jedes Bundesland seine eigenen Besoldungstabellen festlegt. Noch heute wirken sich historische Unterschiede aus der Lehrergehaltstruktur der ehemaligen DDR auf die Einkommen in den ostdeutschen Ländern aus. Für Pädagogen können diese Differenzen mehrere hundert Euro pro Monat ausmachen.
Die Kluft bei den Lehrergehältern verdeutlicht, wie stark regionale Politiken die Einkommen in Deutschland prägen. Mit Schleswig-Holstein als Spitzenreiter im Jahr 2026 bleibt die Lücke zwischen den Bundesländern beträchtlich. Die Zahlen unterstreichen, welchen anhaltenden Einfluss historische Teilungen und lokale Finanzierungsentscheidungen auf die Löhne im öffentlichen Dienst haben.






