09 June 2026, 16:09

Mitteldeutschland-Bahn droht Scheitern: 2 Milliarden Euro fehlen für entscheidende Aufrüstung

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Mitteldeutschland-Bahn droht Scheitern: 2 Milliarden Euro fehlen für entscheidende Aufrüstung

Pläne für die Mitteldeutschland-Bahnverbindung erleiden erneute Verzögerung – wichtige Aufrüstungen stehen auf der Kippe

Das Vorhaben, das Sachsen und Thüringen mit Westdeutschland verbinden soll, sieht sich nun mit einer Finanzierungslücke von 2 Milliarden Euro konfrontiert. Politische Zusagen zur Verbesserung der Verkehrsanbindung Ostdeutschlands wirken angesichts der immer weiter verschobenen Bauzeiten zunehmend unglaubwürdig.

Die Strecke durch Mitteldeutschland sollte eigentlich die Reisezeiten zwischen Chemnitz, Dresden und wichtigen westdeutschen Wirtschaftszentren wie der Rhein-Main-Region oder dem Ruhrgebiet verkürzen. Eine vollständige Elektrifizierung hätte schnellere Fernverbindungen über Erfurt ermöglicht. Doch das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Mittel für die Umsetzung bereitstehen.

Ursprünglich sollte der Bau in diesem Jahr beginnen, doch der Start wurde nun auf 2028 verschoben. Selbst dann wird die vollständige Elektrifizierung erst 2032 abgeschlossen sein – Jahre später als geplant. Der Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz, ein zentraler Teil der Strecke, bleibt bis mindestens 2029 ohne Finanzierung.

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Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag kritisiert die Verzögerungen scharf und bezeichnet die Mitteldeutschland-Verbindung als „eine der wichtigsten Bahnachsen für die Region“. Während Westdeutschland von großen Infrastrukturinvestitionen profitiere, müssten ostdeutsche Länder wie Thüringen und Sachsen trotz früherer Zusagen mit Kürzungen leben, so die Vorwürfe. Die Fraktion fordert nun dringend Bundesmittel, um die Strecke auszubauen und zu elektrifizieren.

Ohne zusätzliche Finanzspritzen wird die Mitteldeutschland-Bahn auf Jahre hinaus unvollendet bleiben. Die Verzögerungen bedeuten langsamere Verbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland – eine Lösung ist nicht in Sicht. Die Thüringer BSW hält an ihren Forderungen fest, doch das Schicksal des Projekts hängt von den Haushaltsentscheidungen des Bundes ab.

Quelle