Protest gegen Windkraftpläne: Weilar diskutiert umstrittenes Vorranggebiet W 14
Berndt MitschkeProtest gegen Windkraftpläne: Weilar diskutiert umstrittenes Vorranggebiet W 14
Über 200 Anwohner versammelten sich in Weilar am 3. Juni, um über die Pläne für das Windvorranggebiet W 14 in Südwestthüringen zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein umstrittenes Vorhaben, neue Zonen für Windkraftanlagen in der Region auszuweisen. Die Organisatoren betonten, dass es sich um eine reine Informationsveranstaltung handele, bei der Bürger Fragen stellen und Einwände vorbringen könnten.
Die Veranstaltung begann mit einem Protestspruch der Bürgerinitiative Stadtlengsfeld für Waldschutz: „Über den Wipfeln klingt – keine Windräder im Wald!“. Rita Langer, Sprecherin der Gruppe, die sich gegen W 14 engagiert, begrüßte die Teilnehmer, darunter Dermbachs Bürgermeister Thomas Hugk und Udo Schilling, den Ersten Beigeordneten des Wartburgkreises. Schilling und Martin Lachor vom Kreisplanungsamt erläuterten die Gründe für die Ausweisung des Gebiets W 14.
Weilars Bürgermeister Harald Fey dankte den Anwesenden für die große Beteiligung. Langer machte deutlich, dass das Treffen dazu diene, Fakten zu klären, Bedenken zu beantworten und Bürgern zu helfen, noch vor Ort formelle Einwände einzureichen. Die Initiative bot zudem an, die gesammelten Schreiben bis zum 15. Juli persönlich bei der Regionalplanungsbehörde Südwestthüringen in Suhl einzureichen.
Der zweite Entwurf des Regionalplans sieht 40 neue Vorranggebiete vor, die insgesamt rund 7.483 Hektar umfassen – etwa 1,8 Prozent der Gesamtfläche der Region. Eine weitere öffentliche Versammlung zu W 14 findet am 15. Juni um 18 Uhr im Schloss Saal von Dermbach statt. Die Bürgerinitiative rief betroffene Gemeinderäte auf, bis zum Stichtag schriftliche Stellungnahmen nach Suhl zu senden.
Die Veranstaltung in Weilar bot den Anwohnern eine Plattform, um Bedenken zu äußern und Einwände vorzubereiten. Eine Nachfolgesitzung in Dermbach wird weitere Möglichkeiten zur Diskussion bieten. Die endgültige Entscheidung über das Gebiet W 14 hängt von den bis Mitte Juli bei der Regionalplanungsbehörde eingereichten Rückmeldungen ab.






