Solarstrom bricht Rekord – doch Wasserkraft fällt auf Allzeittief
Stromerzeugung in Deutschland erlebte im Mai 2026 deutliche Verschiebungen: Solarenergie erreichte einen Rekordwert, während die Wasserkraft auf ein Allzeittief sank. Gleichzeitig trieben die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten die Großhandelspreise stark in die Höhe – mit spürbaren Folgen für Verbraucher und Unternehmen.
Im vergangenen Monat wurde Solarstrom zur wichtigsten Energiequelle Deutschlands und erzeugte 10,9 Terawattstunden – genug, um sowohl Wind- als auch Kohlekraft zu übertreffen. Insgesamt deckten erneuerbare Energien 68,1 Prozent des deutschen Strombedarfs und milderten so den Anstieg der Kosten für fossile Brennstoffe. Ohne diesen Beitrag wären die Preise um fast 45 Prozent gestiegen.
Auch die Stromerzeugung aus Kohle und Gas stieg im Vergleich zum Mai 2025 deutlich an. Die Kohleverstromung kletterte von 4,8 auf 6,4 Terawattstunden, während die Gasproduktion von 2,2 auf 3,1 Terawattstunden zunahm. Gleichzeitig brach die Wasserkraft auf nur noch 1,27 Terawattstunden ein – ein historischer Tiefstand.
Die Windkraft blieb hingegen unter ihrem langjährigen Durchschnitt und erreichte nicht die Werte der Vorjahre. Der anhaltende Konflikt im Iran verschärfte zudem die Turbulenzen auf den Energiemärkten und trieb die Großhandelspreise für Strom um 26 Prozent nach oben. Ende Mai lagen die Kosten bei 88 Euro pro Megawattstunde – gegenüber 69 Euro im Vorjahr.
Die Daten verdeutlichen die wachsende Abhängigkeit Deutschlands von Solarenergie, während andere erneuerbare Quellen wie die Wasserkraft schwächeln. Zwar treiben der höhere Einsatz fossiler Brennstoffe und geopolitische Spannungen die Preise in die Höhe, doch bleiben erneuerbare Energien ein zentraler Faktor, um weitere Steigerungen zu begrenzen. Die Entwicklung zeigt sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen der deutschen Energiewende auf.






