31 May 2026, 06:09

Vom Gang-Mitglied zum Mahner: Tim Raues harte Jugend bei den "36 Boys"

Promi-Koch Raue: Mein ganzer K├Ârper schreit: Lauf, Lauf, Lauf!

Vom Gang-Mitglied zum Mahner: Tim Raues harte Jugend bei den "36 Boys"

Tim Raue gehörte einst zu den „36 Boys“, einer Straßenbande aus Berlin-Kreuzberg. Zwischen seinem 14. und 16. Lebensjahr erlebte er die harte Realität des Gang-Lebens – von gewaltsamen Aufnahmeritualen bis zu Auseinandersetzungen mit verfeindeten Gruppen. Heute blickt er mit Abstand auf diese Zeit zurück.

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Die „36 Boys“ suchten nach Anerkennung und Zusammengehörigkeit. Wer dazugehören wollte, musste sich drei Minuten lang gegen zwei bestehende Bandenmitglieder behaupten. Raue, der als einziger Deutscher in der Gruppe nicht die volle Zeit durchhielt, trägt bis heute eine Narbe von der Prügel, die er damals bezog.

Zusammenstöße mit rivalisierenden Banden waren an der Tagesordnung, und die „36 Boys“ waren oft in der Unterzahl. Trotzdem wichen sie nicht zurück. Raue gibt zu, dass er manchmal fliehen wollte, sich aber zwang, standzuhalten – aus Angst, sonst selbst zum Ziel zu werden.

Heute lehnt Raue Gewalt ab, doch er erkennt die Zwänge an, die ihn damals in der Bande hielten. Das Verlangen nach Akzeptanz und die Furcht, als schwach zu gelten, prägten seine Entscheidungen.

Seine Zeit bei den „36 Boys“ hinterließ bei Raue körperliche und seelische Spuren. Seine Geschichte zeigt, wie Bandenloyalität und Überlebensinstinkte junge Menschen in die Gewalt treiben können. Mittlerweile spricht er offen über die Folgen dieses Lebens.

Quelle