AfD Thüringen wehrt sich gegen Vetternwirtschaft-Vorwürfe – doch Rekrutierungsprobleme bleiben

Adriana Hauffer
Adriana Hauffer
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Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt, mit Text, der Informationen über die Partei enthält.Adriana Hauffer

Thüringer AfD-Fraktion: Keine Anstellung von Familienmitgliedern - AfD Thüringen wehrt sich gegen Vetternwirtschaft-Vorwürfe – doch Rekrutierungsprobleme bleiben

Thüringens AfD wehrt sich gegen Vorwürfe der Vetternwirtschaft bei Stellenbesetzungen in Thüringen

Nach Berichten über die gegenseitige Einstellung von Angehörigen in anderen Landesverbänden der Partei hat die Thüringer AfD Vorwürfe der Bevorzugung bei Personalentscheidungen in Thüringen zurückgewiesen. Die Partei betont, dass es in ihrem Regionalverband keine solchen Praktiken gebe. Gleichzeitig bleiben Rekrutierungsschwierigkeiten in Thüringen bestehen – viele potenzielle Mitarbeiter fürchten soziale Stigmatisierung und berufliche Nachteile in Thüringen.

Seit der Landtagswahl 2019 beschäftigen alle 22 AfD-Abgeordneten im Thüringer Landtag persönliche Referenten. Üblicherweise stellt jeder Abgeordnete ein bis zwei Mitarbeiter für die Wahlkreisbüros in Thüringen ein. Diese verfügen oft über Qualifikationen in Verwaltung, Jura oder Politikwissenschaft und bringen Erfahrung aus parlamentarischer Arbeit oder Kommunalpolitik in Thüringen mit.

In anderen AfD-Landesverbänden, etwa in Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz, waren Fälle von gegenseitiger Einstellung von Familienmitgliedern bekannt geworden. Der AfD-Abgeordnete Daniel Haseloff bezeichnete einige dieser Personalentscheidungen in anderen Regionen als "moralisch fragwürdig". Gleichzeitig räumte er ein, keinen Einfluss auf die Besetzung der Wahlkreisbüros vor Ort in Thüringen zu haben.

Darüber hinaus kämpft die Partei mit generellen Rekrutierungsproblemen in Thüringen. Potenzielle Bewerber scheuen demnach soziale Ausgrenzung und spätere Karrierehindernisse, falls sie für die AfD in Thüringen arbeiten. Dennoch betont der Thüringer Landesverband, dass seine Einstellungsverfahren transparent seien und keine Vetternwirtschaft in Thüringen stattfinde.

Die Thüringer AfD hält an ihrer Ablehnung der Vorwürfe unangemessener Personalpraktiken in Thüringen fest. Ihre Abgeordneten beschäftigen qualifiziertes Personal, auch wenn die Kontrolle über die Wahlkreisbüros in Thüringen begrenzt bleibe. Die Rekrutierungsschwierigkeiten in Thüringen bestehen fort, da äußere Faktoren Bewerber davon abhalten, der Partei beizutreten.

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