"Opferpopp 2.0": Wie das Thalia Theater Halle vergessene Jugendliche wieder zum Sprechen bringt
"Opferpopp 2.0": Wie das Thalia Theater Halle vergessene Jugendliche wieder zum Sprechen bringt
Am 5. März 2026 eröffnet im ntv-Schaufenster des Thalia Theaters Halle die immersive Theaterinstallation Opferpopp 2.0 – Ein Requiem. Die Produktion blickt auf das Leben junger Darsteller:innen aus einem umstrittenen Stück von 1982 zurück und erkundet, was Jahrzehnte später aus ihnen geworden ist. Unter der Regie von Mirko Borscht und dem Videokünstler Hannes Hesse dient das Projekt als Hommage an vergessene Stimmen und verlorene Biografien.
Inspiriert ist die Installation von Opferpopp, einem 1982 von Rainald Goetz uraufgeführten Stück, in dem Laiendarsteller:innen schonungslos von Gewalt und Vernachlässigung berichteten. Kein Mitglied des ursprünglichen Ensembles – darunter Kurt Rabatzky, Ulli Baur und Dagmar von Kurmin – lebt heute noch oder ist künstlerisch aktiv. Ihr Tod (Rabatzky 2002, Baur 2009, von Kurmin 2013) unterstreicht den Fokus des Projekts auf ausgelöschte Existenzen und unvollendete Lebensgeschichten.
An zwölf Abenden bis zum 22. März verwandelt sich das ntv-Schaufenster in das Klubhaus Kluth – einen hybriden Ort zwischen Ausstellung, Club und Performance. Benannt in Erinnerung an den verstorbenen Ensemble-Mitglied Alexander Kluth, lädt der Raum das Publikum ein, frei zwischen Musik, Videoprojektionen und Live-Interaktionen zu wandeln. Jeder Abend widmet sich einem anderen Thema und hinterfragt dabei Klischees über "Problemkinder" und gesellschaftliche Ausgrenzung.
Explizit richtet sich die Produktion an junge Menschen ab 14 Jahren und bietet einen seltenen öffentlichen Raum der Begegnung. Ohne klassische Bühne gestalten die Besucher:innen ihr Erlebnis selbst und setzen sich direkt mit den Inhalten auseinander. Das Projekt ist Teil der Reihe ERINNERN IST HEIMAT des Thalia Theaters, die sich in experimentellen Formaten mit Erinnerung, Verlust und Widerstandskraft beschäftigt.
Die Installation bespielt das ntv-Schaufenster an zwölf Abenden und verbindet Archivforschung mit Live-Performance. Indem sie marginalisierte Stimmen in den Mittelpunkt stellt, konfrontiert sie die Lücken im kollektiven Gedächtnis und die langfristigen Folgen früher Traumatisierungen. Die Macher:innen hoffen, dass der Ort den Dialog zwischen jüngeren Generationen fördert – und gleichzeitig denen gerecht wird, die nie die Anerkennung erhielten, die sie verdienten.
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