Hamburg verzeichnet alarmierenden Anstieg rechtsextremer Hasskriminalität um 33 Prozent

Hilda Dussen van
Hilda Dussen van
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Eine schwarz-weiße detaillierte Karte von Hamburg, Deutschland, mit fetter Schrift und einem dünnen schwarzen Rand.Hilda Dussen van

Mehr Hassverbrechen in Hamburg - Hamburg verzeichnet alarmierenden Anstieg rechtsextremer Hasskriminalität um 33 Prozent

In Hamburg stieg die Zahl politisch motivierter Hasskriminalität im Jahr 2025 stark an – um mehr als ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr. Wie aus neu veröffentlichten Polizeistatistiken hervorgeht, belegt die Hansestadt damit bundesweit den dritten Platz bei solchen Straftaten, hinter Berlin und München. Als Hauptursachen für den Anstieg nannten Behörden rechtsextreme Ideologien, Rassismus und Antisemitismus.

Insgesamt registrierte die Polizei 2025 in Hamburg 642 politisch motivierte Hassdelikte, nach 482 im Jahr 2024 – ein Anstieg von über 33 Prozent. Damit rückte die Stadt auf Platz drei der deutschen Großstädte vor, hinter Berlin (rund 3.200 Fälle) und München (rund 2.100 Fälle). Andere Metropolen wie Köln oder Frankfurt verzeichneten dagegen nur einen leichten Anstieg von fünf bis sieben Prozent.

Den Großteil der Vorfälle ordneten die Ermittler dem rechtsextremen Spektrum zu: 516 Fälle fielen in diese Kategorie. Weitere 86 standen im Zusammenhang mit ausländischem Extremismus, sechs mit linksextremen Motiven und zehn mit religiösen Ideologien. 24 Taten ließen sich keiner bestimmten Gruppe zuordnen.

Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Deniz Celik, betonte, dass insbesondere antisemitische und rassistische Angriffe stark zugenommen hätten. Sie forderte schärfere Maßnahmen gegen Rechtsextremismus, darunter eine bessere Finanzierung von Opferberatung und -hilfe. Zudem plädierte Celik für eine stärkere Unterstützung zivilgesellschaftlicher Projekte, die sich gegen Hasskriminalität engagieren.

Die Polizei ermittelte 2025 insgesamt 304 Tatverdächtige – leicht weniger als die 320 im Vorjahr. Celik warnte, Hamburg müsse ein klares Signal setzen: "Rechtsextreme Hetze, rassistische Gewalt oder Angriffe auf LGBTQ+-Gemeinschaften werden hier nicht toleriert."

Die Zahlen für 2025 unterstreichen einen besorgniserregenden Aufwärtstrend bei politisch motivierter Hasskriminalität in Hamburg. Da Rechtsextremismus als dominierender Faktor gilt, wächst der Druck auf die Behörden, Präventionsmaßnahmen zu verstärken und betroffene Gruppen besser zu schützen. Die Daten basieren auf vorläufigen Polizeistatistiken, die in den kommenden Monaten finalisiert werden.

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