Apotheker protestieren gegen stagnierende Vergütungen trotz GKV-Überschüssen
Apotheker protestieren gegen stagnierende Vergütungen trotz GKV-Überschüssen
Gesetzliche Krankenversicherung verzeichnet Überschuss – Apotheker fühlen sich übergangen
Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland verzeichnete Ende 2022 einen Überschuss von 3,5 Milliarden Euro. Trotz dieses finanziellen Spielraums besteht der GKV-Spitzenverband, der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen, darauf, dass die zusätzlichen Mittel nicht ausreichen, um die geschrumpften Rücklagen wieder aufzubauen. Gleichzeitig wächst bei Apothekern die Verärgerung über stagnierende Vergütungen und mangelnde Wertschätzung im System.
Die feste Gebühr, die Apotheken für jedes abgegebene Medikamentenpaket erhalten, liegt seit 2012 unverändert bei 6,99 Euro. Geringfügige Anpassungen 2016 und aktuelle Effizienzboni im Apothekentarifvertrag (ATV) für 2023/2024 änderten nichts am Grundbetrag, der mindestens bis 2026 eingefroren bleibt.
Frank-Martin Welzig, Inhaber der Hils-Apotheke in Delligsen (Niedersachsen), schrieb an Gesundheitsministerin Nina Warken, um seinen Unmut zum Ausdruck zu bringen. Er argumentiert, dass Apotheken durch Rabattverträge Überschüsse für die Krankenkassen erwirtschaften, während sie die Last tragen, Patienten Medikamentenwechsel zu erklären. Welzig bezeichnete den aktuellen Entwurf zur Apothekenreform – der keine Erhöhung der Festgebühr vorsieht – als "direkte Beleidigung" für den Berufsstand.
Der GKV-Spitzenverband hält dagegen, dass die 3,5 Milliarden Euro nicht ausreichten, um die Reserven wieder aufzufüllen. Apotheker wie Welzig sehen das anders: Sie verweisen auf jahrelang unveränderte Gebühren und steigende bürokratische Anforderungen.
Der Streit offenbart eine wachsende Kluft zwischen Krankenkassen und Apotheken. Während das System einen Überschuss meldet, arbeiten Apotheker weiterhin unter den gleichen finanziellen Zwängen wie vor über einem Jahrzehnt. Bleibt der Reformentwurf unverändert, werden ihre langjährigen Forderungen weiterhin ignoriert.
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